Abschiednehmen von einem Herzensort

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Abschiednehmen von einem Herzensort

Ich komme an im BIO-Hotel Kenners LandLust

Einige von euch kennen vielleicht die Geschichte wie Barbara mich vor etwa 4einhalb Jahren in meinem Home Office in Bonn (von wo aus ich das Tourismus Marketing für die Region Wendland.Elbe machte) anrief und mich mitten im Gespräch fragte, ob ich denn noch glücklich in meinem Job wäre. Stellte sich heraus, dass ich mir genau zu der Zeit 2 Veränderungen wünschte: 1. mehr unter Menschen zu sein und 2. mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Ein halbes Jahr später befand ich mich, mit Joey im Gepäck, im Wendland als Mitarbeiterin des Bio-Hotels Kenners LandLust, denn wie es so ist, konnte ich mir hier meine beiden Wünsche erfüllen.

Eine glückliche Zeit

Ziemlich bald merkte ich, dass mir nicht nur die Arbeit und die Natur, sondern auch die Mitarbeiter und die Gäste des Hotels schnell ans Herz gewachsen waren. Ich erhöhte meine Arbeitsstunden, statt der regionalen Marketingaktivitäten wurde ich Teil des Hotel Marketing-Teams (aka Familie Kenner ), wohnte einige Wochen zur Probe selbst im Hotel, wurde ehrenhaftes Mitglied der Lebensgemeinschaft (als noch keine Wohnung frei war) und trat nach einiger Zeit mit in die Geschäftsleitung ein. Es wurde über die Übernahme des Hotels geredet und eigentlich wartete ich nur noch auf passende Partner, mit denen ich in ein paar Jahren gemeinsam in Kennys und Barbaras Fußstapfen treten könnte.

Wunderbare Überraschungen

Und dann? Dann lernte ich Denis kennen, verliebte mich und wir zogen gemeinsam in die Lebensgemeinschaft des Hotels. Kurze Zeit später kam unser kleines Wunder namens Lily zur Welt. Wie kann ein so kleines Lebewesen einem so komplett die Welt auf den Kopf stellen? Auf einmal lagen meine Prioritäten nicht mehr bei Kenners LandLust, sondern auf dem Familienleben. Der Hotelbetrieb lief an mir vorbei und selbst als ich wieder anfing jedes 2. Wochenende zu arbeiten, merkte ich, dass ich nicht mehr die Zeit und Energie in das Hotel stecken konnte, die der Betrieb verdiente und benötigte. Als wir dann vor ein paar Monaten eine Wohnung in meiner Heimatstadt, in der Nähe meiner Eltern, angeboten bekamen, nahmen wir sie an. Mit einem so bezaubernden kleinen Feger wie Lily ist es doch manchmal ganz praktisch, wenn die Oma direkt um die Ecke wohnt.

Und der Abschied

So heißt es jetzt Abschiednehmen von diesem Ort, der so sehr in meinem Herzen verankert ist, mit seiner Ruhe, dem Wald, den Tieren und den Menschen. Wie dankbar bin ich für die vielen unglaublich schönen Begegnungen und Gespräche mit Kollegen, den lieben Nachbarn aus der Lebensgemeinschaft und natürlich unseren einzigartigen Gästen, von denen viele sich eigentlich mehr wie Freunde oder Familie als wie Gäste anfühlen. Es ist nicht einfach nur ein Ortswechsel oder ein Jobwechsel: es ist der Abschied von einer ganz besonderen Zeit, die mich tief bewegt und berührt hat. Aber Abschiede müssen ja nicht für immer sein und wer weiß wo und wann man sich als nächstes wiedersieht. Denn bekanntlich trifft man sich immer 2 mal im Leben, nicht wahr?

Anni

Alle Bilder: Copyright Anni Hammer

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